Buch: „Carpe Musicam oder Wie Musik die Welt erschafft“

Eine sinfonische Philosophie mit Paukenschlägen


Dem Buch liegt die These „Wie in der Musik, so im
Leben“ zugrunde, in der sich die Überzeugung zahlreicher alter Kulturen zusammenfassen lässt, dass die jeweils vorherrschende Musik in einem Land oder einem Kulturraum durch den in ihr enthaltenen „geheimen Code“ entsprechende Gesellschaftsstrukturen und Erscheinungen hervorbringt (und nicht umgekehrt), und damit einen prägenden und heutzutage völlig unterschätzten Einfluss auf Politik, Wirtschaft, Kultur, Ökologie und soziale wie persönliche Lebensumstände nimmt.

Sebastian R. Sylla schlägt eine (musik-)historische Brücke von der Frühzeit bis heute und beleuchtet dabei Musik unter dem Aspekt ihres geheimen Einflusses auf die Zivilisationen. Der Grundthese folgend, behandelt das Buch schließlich die Frage, welche Bedeutung Musik als Initiator auf das aktuelle Zeitgeschehen hat.

Im ersten Teil des Buches erzählt Sebastian R. Sylla anhand unterhaltsamer (und auf wahren Anekdoten basierender) Kurzgeschichten, wie das alte China, das alte Indien, das alte Ägypten sowie das antike Griechenland und das römische Reich mit Musik umgegangen sind, und welch zentrale Stellung Musik in diesen Kulturen innehatte.

Im zweiten Teil folgt der Leser dem Autor, der hier die Rolle des Ich-Erzählers übernimmt, in das ehrwürdige antike Theater von Epidauros, in welchem er einem eindrucksvollen Schauspiel des altgriechischen Gottes der Musik Apollon beiwohnt, der die philosophischen Hintergründe der Buchthese erläutert und zu einem bewussterem Umgang mit Musik einlädt.

Im dritten Teil des Buches wird die Buchthese aus unterschiedlichen Blickwinkeln konkretisiert. Der Einfluss von Musik auf die Weltgeschichte wird ebenso behandelt wie die Wirkung der großen abendländischen Komponisten auf den Bewusstheitsweg der Menschheit. Außerdem kommen die Wissenschaft, die Anthroposophie und die Esoterik mit ihren jeweiligen Einsichten in Bezug auf die Wirkkraft von Musik zu Wort.

Der vierte Teil ist am umfangreichsten und stellt das große Fazit dar. Anhand eines fiktiven Interviews mit einem historischen chinesischen Musikminister werden die im Verlauf des Buches erlangten Erkenntnisse und gelüfteten Geheimnisse auf die heutige Zeit übertragen. Die hier erlangten Schlussfolgerungen sind ebenso revolutionär wie kontrovers und laden den Leser zu einem völlig neuen Verständnis über Musik und den Umgang mit ihr ein – vor allem in Hinblick auf die Gestaltung einer sowohl persönlichen wie allgemeinen Zukunft.

Im Anhang werden einige musikalische Begriffe, sowie verschiedene Musikarten und Komponisten in Bezug auf die „musikalische Nützlichkeit“ erläutert

Über Musik zu schreiben ist wie über Architektur zu tanzen...

„Es genügt, die Musik eines Landes zu beobachten, um seine Sitten zu kennen.“
(Lü Bu We, chinesischer Reichskanzler, um 300 – 235 v. Chr.)